Nach dem ersten Teil dieses Ausblicks sind einige neue Entwicklungen eingetreten, die im Gesamtzusammenhang zwingend einer Erwähnung bedürfen:

Zum einen sind die Zinsen in den letzten Wochen bereits spürbar um ca. 1,0 % gestiegen, d. h. die monatlichen Belastungen für Bau- und Kaufwillige steigen. Somit ist die im letzten Immotipp bereits befürchtete Zinsentwicklung schneller eingetreten als angenommen. Weitere Zinserhöhungen scheinen aufgrund der hohen Inflation sehr wahrscheinlich.

Weiterhin gibt es aktuell Tendenzen der Banken, die Eigenkapitalquoten der Kreditnehmer zu erhöhen, um möglichen Risiken bei Kreditausfällen entgegenzuwirken. Auch Kreditentscheidungen dauern inzwischen deutlich länger und fallen häufiger negativ aus als noch vor geraumer Zeit.

Auch die Entwicklungen in Verbindung mit dem Ukraine-Krieg geben Grund zur Sorge. Das Energieproblem hat sich weiter verschärft, eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Aus Berichten von Kollegen und auch aus eigener Erfahrung ist mir bekannt, dass einige Immobilieneigentümer ihre Aufträge zur Vermarktung von Immobilien zurückgezogen haben, da sie bei der aktuellen Zins- und Inflationssituation lieber ihre Sachwerte behalten, als sie in Geldwerte zu tauschen. Damit hat sich das Angebot an Objekten reduziert und aktuell die leicht zurückgehende Nachfrage aufgrund der allgemeinen Unsicherheiten ausgeglichen. Somit ist aktuell keine Veränderung der Marktsituation zu erkennen.

Doch wie sieht es konkret im Immobilienmarkt Gera aus? Lesen Sie dazu den nächsten Immotipp.

  pdf Download dieses Tipps (1.12 MB)