Immer wieder wird in Gesprächen mit Eigentümern, bei denen es um den Objektverkauf geht, der Wunsch geäußert, dass dies möglichst diskret erfolgen soll. Einstellungen in die gängigen Immobilienportale sollen möglichst unterbleiben, Verkaufsschilder am Zaun oder auf dem Grundstück sollen nicht angebracht bzw. aufgestellt werden. Die Frage, die gestellt werden muss, lautet: Kann man eine Immobilie verkaufen, ohne es öffentlich zu machen, bzw. es jemandem zu sagen? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen kann so etwas gelingen?

Zunächst muss ich deutlich darauf hinweisen, dass mit einem diskreten Verkauf ohne Öffentlichkeit immer sehr viele potentielle Kaufinteressenten verloren gehen. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass der zu erzielende Kaufpreis niedriger ausfällt, als es bei einer „normalen“ Vermarktung vielleicht möglich wäre. Durch meine langjährige Erfahrung weiß ich, dass in vielen Fällen eine derartige Vorgehensweise auch gar nicht erforderlich ist, weil die hinter diesem Wunsch stehende Angst oft unnötig ist. Und doch gibt es Situationen, in denen ich selbst schon zu einer derartigen Verfahrensweise geraten habe.

So hatten wir vor kurzem eine Vermarktungsanfrage, bei der klar war, dass der Bezug der Immobilie erst in ca. 1,5 Jahren erfolgen kann. Um das Objekt nicht unnötig lange auf dem Markt zu präsentieren und/oder zu viele Interessenten aufgrund der verzögerten Bezugsmöglichkeit zu „verbrennen“, habe ich ein diskretes Angebot vereinbart. Das Ergebnis dieser Vorgehensweise erfahren Sie im nächsten Immotipp.

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