Der realistische Verkaufspreis ist eines der wichtigsten Themen beim Immobilienverkauf. Gerade in der letzten Woche ist es uns wieder passiert, dass wir bei einer Immobilienbewertung nachfolgendes erleben mussten:

Bei der zum Verkauf stehenden Eigentumswohnung handelt es sich um eine Einheit in einer schwierigen Immobilie. Aufgrund dieses Wissens waren wir in der Lage, einen sehr zuverlässigen, realistischen Verkaufspreis zu benennen. Der Kunde schien zufrieden, bis ihm von einem Berufskollegen ein um 36 % höherer Verkaufspreis versprochen worden ist. Für uns ist klar, dass er dieses Versprechen nie einlösen kann. Was tun?

Logisch ist, dass der Eigentümer viel lieber den höheren Verkaufspreis hört und geneigt ist, dem Makler den Auftrag zu geben, der ihm einen höheren Erlös verspricht. In der Praxis wird er aber genau damit auf die Nase fallen, denn der Verkaufserlös wird unter den realistisch erzielbaren Preis fallen. Als Makler zu billig zu verkaufen, geht bei der derzeitig hohen Nachfrage nicht. Zu einem hohen Preis anzubieten und damit dem Kunden zu schaden, geht immer.

Wir haben uns auf diese Masche nicht eingelassen und den Kunden sehr deutlich auf die Konsequenzen hingewiesen. Unsere Preistreue im Immobilienverkauf liegt bei 98 %, d. h. im Schnitt erreichen wir einen Kaufpreis, der der ursprünglichen Einschätzung nahezu entspricht. Bei dem vorgenannten Kollegen sieht dies sicherlich anders aus. Vielleicht sollte der Eigentümer ihn mal fragen.

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