Wie so oft, schreibt auch in unserem täglichen Geschäft das Leben die besten Geschichten. Diesmal beim Verkauf von Immobilien, die Erbengemeinschaften gehören.

Im ersten Fall besteht die Erbengemeinschaft aus insgesamt 7 Personen, von denen 6 problemlos zu kontaktieren waren. Die Absprache zur Vorgehensweise war mit diesen Personen einfach, die dafür notwendigen Vollmachten schnell erteilt. Ein Verkauf war deshalb aber noch nicht möglich, da der letzte, der 7. Erbe noch fehlte. Es war bekannt, dass dieser bereits verstorben war. Auf Nachfrage haben wir erfahren, dass alle infrage kommenden Personen wegen Überschuldung das Erbe ausgeschlagen hatten. Was nun? Über unsere geschäftlichen Kontakte haben wir schließlich den Hinweis erhalten, beim Nachlassgericht anzufragen. Dort erhielten wir die Auskunft, dass es sich um eine sogenannte Fiskalerbschaft handelt, d. h. die Abwicklung über das Land Thüringen erfolgen muss. Eine derartige Abwicklung hatte ich in 25 Jahren bisher noch nie.

Erschwerend kommt in diesem Fall noch hinzu, dass die zu veräußernde Immobilie aus 2 Flurstücken mit unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen besteht. Um die Sache noch ein wenig komplizierter zu machen, sind in einem der beiden Grundbücher noch Altrechte aus 1928 eingetragen, deren Löschungen einen überdurchschnittlich großen Aufwand bedeuten. Dazu im nächsten Immotipp mehr.

  pdf Download dieses Tipps (198 KB)