Immotipp 155-157: Auswirkungen des Hochwassers

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Peter Vierheilig

Geschäftsführer

Die Bilder des 03.06.2013 waren grauenvoll und werden uns allen lange in Erinnerung bleiben. Zwischenzeitlich ist wieder Normalität eingetreten, die Schreckensbilder sind an vielen Stellen schon nur noch zu erahnen. Doch welche Auswirkungen hat das Hochwasser auf den Immobilienmarkt in Gera?

Neben einigen Randlagen, wie Liebschwitz, Meilitz, Thieschitz, und weiteren hat das Hochwasser insbesondere Debschwitz, Untermhaus, Heinrichsgrün und Zwötzen betroffen und damit die beliebtesten Wohnlagen von Gera. Besonders schlimm und dramatisch war die Situation im Musikerviertel von Heinrichsgrün und in der Schafwiesensiedlung in Untermhaus. Beides sind begehrte Wohngegenden, in denen in der Vergangenheit bei Verkäufen Geraer Höchstpreise gezahlt wurden. Wird sich das jetzt ändern?

Bei Anfragen für Kaufobjekte, die wir derzeit erhalten, ist das Thema Hochwasser natürlich präsent. Jeder Interessent fragt, ob die von uns zum Verkauf angebotene Immobilie von der Katastrophe betroffen war. Anders im Bereich der Vermietung: Hier halten sich die Nachfragen derzeit in Grenzen. Aus dieser Feststellung lässt sich ableiten, dass Auswirkungen durch das Hochwasser vermutlich nur im Bereich der Kaufimmobilie zu erwarten sind. Die Furcht um das Eigentum scheint aus verständlichen Gründen bei eigenen Immobilien stärker ausgeprägt zu sein, als bei Mietobjekten.

Wir vermarkten derzeit 2 Einfamilienhäuser, die sich im Bereich der Schafwiesensiedlung befinden. Interessenten, die sich bei uns melden, fragen natürlich nach, ob und wie weit die Immobilien unter Wasser standen. Da beide Objekte leergezogen sind, hielten sich die Schäden deutlich in Grenzen, lediglich die Keller waren überflutet. Da wir ähnliches auch von anderen Häusern in diesem Stadtteil gehört haben, gehe ich derzeit nicht unbedingt davon aus, dass die Kaufpreise in diesem Bereich deutlich fallen werden.

Anders sieht das sicher in Heinrichsgrün aus. Hier waren neben den Kellern auch größtenteils die Erdgeschossbereiche betroffen. Da dies vielen Geraern bekannt ist, wird die Nachfrage nach Wohnimmobilien in diesem Bereich sicher deutlich nachlassen, was zu fallenden Kaufpreisen führen könnte. Doch muss das sein?

Derzeit gibt es Aktivitäten seitens der Stadt, den bisher nicht vollendeten Hochwasserschutz für diese Elsterseite zu vollenden. Bäume, die bisher einer Schutzwand im Wege standen, werden sicher bald gefällt und diese endlich möglich machen. Und mit einer wirksamen Schutzwand wird es sicherlich in Zukunft möglich sein, auch für Heinrichsgrün eine Elementarversicherung neu abzuschließen. Und wenn dies eintrifft, gibt es keinen Grund mehr, warum die Immobilienpreise in Heinrichsgrün fallen sollten.

In der letzten Ausgabe des Immotipps haben wir die konkreten Auswirkungen für die Schafwiesensiedlung und Heinrichsgrün betrachtet. Doch wie sieht es in den anderen Stadtteilen aus.

In Debschwitz, Untermhaus und Zwötzen waren hauptsächlich Mehrfamilienhäuser und damit Mietwohnungen betroffen. Hier gehe ich davon aus, dass, wenn überhaupt, nur kurzfristig eine Reduzierung der Nachfrage nach Mietwohnungen einsetzen wird, da sich sehr schnell die gute Lage als wichtigeres Argument durchsetzen wird. Sollten die Objekte jetzt nach einem Käufer suchen, wird die Frage einer bestehenden oder neu abschließbaren Elementarversicherung den Kaufpreis in den nächsten Wochen und Monaten beeinflussen.

Die Erfahrungen mit Katastrophen dieser Art, insbesondere mit dem Elbhochwasser 2002, zeigen, dass Nachfrage- und Preisreduzierungen nur kurzfristig eintreten und mittelfristig durch gestiegene Kaufanfragen wieder sehr schnell aufgeholt werden. Es kann deshalb allen Eigentümern in den betroffenen Gebieten nur empfohlen werden, die Entwicklung abzuwarten und vorschnelle Verkäufe zu Dumpingpreisen nicht abzuschließen.

Tipp: Für mich ist und bleibt Heinrichsgrün ein Geheimtipp. Nirgendwo in der Stadt kann man so ruhig und doch stadtnah wohnen wie hier. Wer jetzt ein wenig Mut hat, sollte hier kaufen, wenn es denn überhaupt etwas zu verkaufen gibt.

 

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