Im 11. Schritt kommt es jetzt zum Zwangsversteigerungstermin (Ausweis nicht vergessen), dieser besteht aus 3 Teilen:

1. Bekanntmachungsteil: Durch den/die Rechtspfleger/in wird zunächst alles Wissenswerte zum Objekt verlesen (Grundbuchstand, betreibende Gläubiger, Verkehrswert mit Wertgrenzen und geringstes Gebot inklusive bestehen bleibender Rechte). Es folgen allgemeine Hinweise für die Bietinteressenten, die unter anderem den Gewährleistungsausschluss (Gericht haftet nicht) beinhalten.

2. Bietstunde: Diese wird nach den Bekanntmachungen vom/von der Rechtspfleger/in mit Uhrzeit eröffnet und dauert mindestens 30 Minuten. In dieser Zeit können Fragen an den/die Rechtspfleger/in gestellt, das Gutachten eingesehen und Gebote abgegeben werden. Die Bietstunde endet durch dreimaligen Aufruf des höchstens Gebotes und ausdrückliche Erklärung durch den/die Rechtspfleger/in.

3. Verhandlung über den Zuschlag: Nach Ende der Bietstunde und Abgabe eines zuschlagsfähigen Gebotes werden die Beteiligten zum Zuschlag gehört. An dieser Stelle hat der Gläubiger die Möglichkeit, Zuschlag verhindernde Anträge zu stellen. Erfolgen keine Anträge, wird der Zuschlag erteilt und das Eigentum am Objekt geht über. Gegebenenfalls wird (auf Antrag eines Beteiligten oder Festlegung des/r Rechtspfleger/in) über den Zuschlag in einem separaten Termin (Zuschlagsverkündigungstermin) entschieden.

Tipp: Im Zweifel ist sofort nach Zuschlagserteilung der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung zu empfehlen.

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