Im 10. Schritt sollte man sich mit den wesentlichen Begriffen des Zwangsversteigerungstermins vertraut machen:

Bestehen bleibende Rechte: Sollte die Zwangsversteigerung nicht aus dem bestrangig eingetragenen Recht im Grundbuch betrieben werden, kann es vorkommen, dass gegebenenfalls solche Rechte übernommen werden müssen (meist Leitungs-, Wegerecht oder Sanierungsvermerke).

Kritisch wären vorrangige, lebenslange Wohnrechte und/oder Grundschulden bzw. Hypotheken. Die Mehrzahl der Objekte wird lastenfrei versteigert, Wohnrechte sind fast immer nachrangig und erlöschen mit der Versteigerung.

Geringstes Gebot: Das geringste Gebot ist ein absolutes Mindestgebot, das immer erreicht werden muss. Es besteht aus einem bar zu zahlenden Teil (Bargebot) und den eventuell bestehen bleibenden Rechten. Zum bar zu zahlenden Teil gehören oftmals nur die Verfahrenskosten und rückständige Grundsteuern. Das geringste Gebot ist in einem abgegebenen Gebot enthalten und muss nicht separat bezahlt werden.

5/10tel und 7/10tel Grenze: Wenn das abgegebene Meist-/Höchstgebot 5/10tel des festgesetzten Verkehrswertes nicht erreicht, muss der Zuschlag von Amts wegen versagt werden. Erreicht das Gebot 7/10tel nicht, ist der Zuschlag auf Antrag der Gläubiger zu versagen. In beiden Fällen muss dann der Termin wiederholt werden. In jedem Versteigerungsverfahren kann der Zuschlag nur einmal wegen Nichterreichen dieser Wertgrenzen versagt werden.

pdf Download dieses Tipps als pdf-Datei (217 KB)