Die wichtigste Vorbereitung auf den Zwangsversteigerungstermin einer Immobilie ist im 9. Schritt die Organisation der Sicherheitsleistung. Wenn man bei einer Zwangsversteigerung ein Gebot abgibt, muss man damit rechnen, dass einer der Beteiligten (Gläubiger und/oder Eigentümer der entsprechenden Immobilien) die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 10 % des Verkehrswertes verlangt. 

Die Erbringung der Sicherheitsleistung ist in folgenden Formen möglich:

•    Vorlage eines Bundesbankschecks, der frühestens 3 Tage vor dem Termin ausgestellt sein darf.
•    Vorlage eines Verrechnungsschecks, der frühestens 3 Tage vor dem Termin ausgestellt sein darf und von einem im Inland zugelassenen Kreditinstitut ausgestellt (= unterschrieben) ist.
•    Vorlage einer unbefristeten, unbedingten, selbstschuldnerischen Bankbürgschaft eines im Inland zugelassenen Kreditinstitutes.
•    Vorherige, rechtzeitige Einzahlung/Hinterlegung bei Gericht (dies ist ca. 14 Tage vor dem Termin zu veranlassen). Die hierfür notwendigen Bankangaben (Kontonummer, Bankleitzahl, Betreff) sind beim zuständigen Amtsgericht zu erfragen.

Tipp: Sehr häufig ist es möglich, die Kosten und Mühen zur Hinterlegung der Sicherheitsleistung durch vorherige Anfrage beim betreibenden Gläubiger durch Vorlage einer unwiderruflichen Finanzierungsbestätigung zu vermeiden. Dies birgt zwar das geringe Risiko, dass der Eigentümer Sicherheit verlangt (kommt selten vor), kann aber sehr viele Kosten sparen helfen.

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