Ist die passende Immobilie gefunden und die Finanzierung geklärt, sollte man sich als nächstes eine Strategie für den Zwangsversteigerungstermin zurecht legen. Zu beachten ist, dass der betreibende Gläubiger im Vorfeld des Termines eine Entscheidung darüber trifft, ab welchem Gebot ein Zuschlag erteilt werden wird. Sollte diese Gebotshöhe nicht erreicht werden, wird der Gläubiger durch einseitigen Antrag die einstweilige Einstellung des Verfahrens beantragen und somit den Zuschlag verhindern. Dies bedeutet, dass es für die Entwicklung einer persönlichen Bietstrategie im siebten Schritt von wesentlicher Bedeutung ist, die Vorgaben des Gläubigers zu kennen. Meist erhält man auf telefonische Nachfrage problemlos eine entsprechende Information zum notwendigen Gebot.

Schritt acht ist jetzt die Entwicklung einer möglichst erfolgreichen Bietstrategie. Diese sollte zunächst die Festlegung eines persönlichen Maximalgebotes beinhalten. Die Erfahrung zeigt, dass ungerade Beträge eine bessere Höchstgrenze darstellen als glatte Summen (z. B. 101.500,-- € statt 100.000,-- €).

Tipp: In der Praxis hat es sich bewährt, schon zu Beginn der Bietstunde ein höheres Gebot abzugeben, da dadurch andere Bieter von Geboten abgehalten werden. Auch die Bietschritte sind wichtig. Versuchen Sie Ihre Mitbieter zu täuschen, indem Sie mit großen und unterschiedlichen Bietschritten an Ihr Maximalgebot heranbieten.

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