Nach den ersten erfolgreichen Schritten sollte man im fünften Schritt eine Innenbesichtigung der Immobilie versuchen. Manchmal kann diese direkt über den Eigentümer, den Gläubiger oder einen beauftragten Makler vereinbart werden. Meist werden jedoch Innenbesichtigungen vom Eigentümer verweigert, eine Möglichkeit diese zu erzwingen gibt es jedoch leider nicht. Als einzigste Quelle bleibt dann nur das Verkehrswertgutachten. Bei vermieteten Objekten kann eventuell über den gegebenenfalls bestellten Zwangsverwalter eine Besichtigung organisiert werden. Ist eine Innenbesichtigung möglich, wäre es von Vorteil, wenn man einen Architekten oder Bauingenieur hinzuzieht.

Ist nun die Entscheidung zur Ersteigerung der Immobilie getroffen, sind im sechsten Schritt die finanziellen Möglichkeiten - wie bei einem normalen Hauserwerb - zu klären, d. h. die das Eigenkapital übersteigenden Gebotshöhen müssen durch eine entsprechende Finanzierung abgesichert werden. Da neben dem Höchstgebot noch Zinsen, die Grunderwerbssteuer, Zuschlagsgebühr und Gerichtskosten für die Grundbuchumschreibung anfallen, sind diese bei der Finanzierung entsprechend zu berücksichtigen. Im Internet verfügbare Limitermittler helfen, diese Beträge zuverlässig zu berechnen.

Tipp: Erfahrungsgemäß ist die eigene Hausbank für die Finanzierung eines Zwangsversteigerungsobjektes die beste Adresse, da andere Institute, zu denen man keine persönlichen Kontakte pflegt, meist zögerlich bei derartigen Anfragen sind.

Fortsetzung folgt.

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