Im ersten und zweiten Schritt haben wir einen Zwangsversteigerungstermin beobachtet und nach einem passenden Objekt gesucht (siehe Immotipp 23). Ist es gefunden, sollte man im dritten Schritt eine Außenbesichtigung durchführen, um vor Ort einen genauen Eindruck vom Objekt, der Lage und der unmittelbaren Umgebung zu erhalten.

Ist das gefundene Objekt das richtige, sollte man sich im vierten Schritt genauer über die Immobilie informieren. Wesentliche Informationen enthält die bei Gericht einsehbare Versteigerungsakte, in der sich auch das - von einem Gutachter erstellte  - Verkehrswertgutachten befindet. Dieses Dokument gibt Auskünfte über Objektlage und -zustand, die rechtliche Situation wie Grundbucheinträge, Vermietungsstand und enthält gegebenenfalls Objektzeichnungen und -fotos. Der im Gutachten genannte Betrag entspricht dem Verkehrswert des Objektes.

Weitere Informationen erhält man häufig in der Nachbarschaft oder von Personen aus dem Umfeld des Eigentümers. Da eine Zwangsversteigerung jedoch meist auf Antrag eines im Grundbuch abgesicherten Gläubigers angeordnet wird und der Eigentümer nicht immer daran interessiert ist, dass das Objekt versteigert wird, sind Aussagen des Eigentümers und/oder von Personen aus seinem näheren Umfeld mit Vorsicht zu betrachten. Sehr häufig werden bewußt Unwahrheiten und Lügen verbreitet, um die Versteigerung zu verhindern. Informationen von Nachbarn sind häufig deutlich zuverlässiger.

Fortsetzung folgt.

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