Mietnomaden sind den meisten Menschen wohl nur aus dem Fernsehen oder aus Zeitungsberichten bekannt. Man hört mehr oder weniger ungläubig von Leuten, die keine Miete zahlen, vor der Zwangsräumung verschwinden und neben den Mietrückständen meist eine sanierungsbedürftige Wohnung hinterlassen.

In der Realität ist Mietnomadentum aber ein ernst zu nehmender Risikofaktor. Gerade private Vermieter können durch mangelnde Vorsorge ein erhebliches Insolvenzrisiko eingehen. Die Mietausfälle und die Begleitkosten können sich schnell existenzbedrohend auswirken. Fachpresse und Verbände schätzen die Wahrscheinlichkeit, im Zuge einer Neuvermietung an einen Mietnomaden zu geraten, auf 10 bis 15 Prozent.

Hat es sich ein „ungebetener Miettourist“ erst einmal in der Wohnung bequem gemacht, braucht der Vermieter nicht nur starke Nerven, sondern auch einen gut gefüllten Geldbeutel. Der finanzielle Gesamtschaden, der in Deutschland durch Mietnomaden entsteht, wird mit ca. 2 Mrd. Euro pro Jahr beziffert.

Das Risiko, sich einen Mietnomaden ins Haus zu holen, kann leider nicht ausgeschlossen werden. Es lässt sich jedoch durch Umsicht bei der Vertragsanbahnung erheblich minimieren. Egal wie positiv der persönliche Eindruck vom Mietinteressenten ist, vor jedem Abschluss eines Mietvertrages sollte eine gründliche Bonitätsprüfung erfolgen.

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