Für den Wert einer Eigentumswohnung sind drei Kriterien entscheidend: 1. Lage, 2. Lage und 3. Lage. Bei keiner anderen Immobilienart spielt dieses Kriterium eine so große Rolle wie hier. Warum eigentlich?


Wohnungen in guter bis sehr guter Wohnlage werden bevorzugt von Eigentümern erworben, die diese Einheit selbst nutzen wollen. Kapitalanleger, die Wohnungen ausschließlich vermieten wollen, legen häufig auf die Wohnlage keinen so großen Wert, da steuerliche Aspekte und die Erzielung einer möglichst hohen Miete im Vordergrund stehen. Beim Erwerb ist deshalb der Eigennutzer meist bereit, einen höheren Kaufpreis pro Quadratmeter zu zahlen als der Kapitalanleger. Diese Tatsache muss bei der Bewertung einer Eigentumswohnung entsprechende Berücksichtigung finden.

Neben diesem Aspekt gibt es aber auch noch eine große Anzahl von Kriterien, die den Wert massiv beeinflussen. Dazu zählen die Höhe des Hausgeldes, der Bau- und Unterhaltungszustand sowie die Teilungserklärung. Auch die Höhe der bereits gebildeten Instandhaltungsrücklage, die bei einem Kauf anteilig miterworben wird, stellt eine wichtige Kenngröße dar.

Abschließend sollte auch das Verhältnis der Eigentümer untereinander geprüft werden, denn es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

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