Angebot und Nachfrage regeln den Preis“ ist ein allgemein bekanntes Marktgesetz, welches sich auf die Ermittlung des Wertes von Grundstücken problemlos übertragen läßt. Nur so ist erklärlich, warum ein Grundstück in München um ein vielfaches teurer ist als in anderen deutschen Städten. 

Aber gerade bei unbebauten Grundstücken ist nicht alleine die Nachfrage entscheidend, sondern es spielen noch eine Vielzahl von anderen Faktoren eine sehr bedeutende Rolle: Darf auf dem Grundstück überhaupt gebaut werden? Wenn ja, in welcher Größe und in welcher Form? Ist das Grundstück mit allen notwendigen Medien, wie Wasser/Abwasser, Strom, Gas, Straße usw. erschlossen? Gibt es baurechtliche und privatrechtliche Beschränkungen zu beachten? Wird die Lage von verkehrs- oder umwelttechnischen Emissionen beinträchtigt? Wie ist die Infrastruktur der Lage einzuschätzen?

Wenn all diese Fragen zuverlässig beantwortet sind, ist über den öffentlich zugänglichen Bodenrichtwert pro Quadratmeter Grundstücksfläche sehr schnell eine Ermittlung des Marktwertes möglich. Für Bebauungsgrenzen, -möglichkeiten und –beschränkungen sowie fehlende Erschließungsleistungen sind entsprechende Zu- oder Abschläge vorzunehmen und nicht bebaubare Gartenflächen gegebenenfalls niedriger zu bewerten.

Klingt doch alles ganz einfach, oder?

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