Schon zu einer guten Gewohnheit ist es für mich geworden, einmal im Jahr über die allgemeinen Veränderungen in der Immobilienbranche und die aktuelle Entwicklung der Immobilienpreise in Gera zu berichten. Gerade zum Jahresanfang, wo erfahrungsgemäß sehr viele Eigentümer beginnen über einen Verkauf Ihrer Immobilie nachzudenken, hilft ein derartiger Bericht für eine erste Orientierung.

Bundesweiter Trend allgemein:

Seit geraumer Zeit ist die Immobilienbranche von massiven Veränderungen betroffen. Zum einen, für viele spürbar und nachzuvollziehen, sind die Preise insbesondere in den Ballungsräumen in nie erreichte Höhen gestiegen. Weiter niedrige Zinsen und fehlende Anlagealternativen sorgen für eine gleichbleibend hohe Nachfrage nach Objekten aller Art, die jedoch immer häufiger, insbesondere in Teilmärkten wie bei Einfamilienhäusern, auf wenig bis gar kein Angebot trifft. Dieser Trend drückt sich in steigenden Kaufpreisen für Immobilien deutlich aus. Interessant dabei: Selbst viele Marktteilnehmer können zukünftige Entwicklungen nicht mehr zuverlässig einschätzen (Immobilienblase?).

Weiterhin wird die Arbeit der Immobilienmakler durch immer neue Gesetzesänderungen erschwert. Arbeitsabläufe und Angebotsarten müssen immer häufiger aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Beispielhaft seien an dieser Stelle das Geldwäschegesetz, die Einführung des Widerrufsrechts sowie das Bestellerprinzip im Teilmarkt Wohnungsvermietung genannt.

Insgesamt ist der Gesamtmarkt der wohnwirtschaftlichen Immobilien in den Ballungsräumen immer noch ganz klar ein Verkäufermarkt, d. h. die Preise und Bedingungen werden immer häufiger durch den Verkäufer maßgeblich bestimmt. Im ländlichen Bereich ist eine steigende Nachfrage bei einem insgesamt ausgeglichen Markt festzustellen.

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