Resümee: Die vom Gesetzgeber beabsichtigte Veränderung, dass zukünftig der Mieter keine Maklerprovision mehr zahlt, wird in Ballungsräumen nicht eintreten. In ausgeglichenen Märkten werden Kollegen zukünftig größere Schwierigkeiten haben, an Aufträge zu kommen, wenn Sie den Eigentümer nicht von der Qualität ihrer Leistung überzeugen können. Dies wird zwangsläufig in diesen Bereichen zu einer Marktbereinigung führen, da gute Makler schon heute kein Problem mit der Umsetzung des Bestellerprinzips haben. Das ursprünglich im Koalitionsvertrag aufgenommene Ziel, für eine höhere Qualifizierung des Maklerstandes zu sorgen, ist bisher außer Acht geblieben. Dies ist sehr bedauerlich.

Bei allem Aktionismus des Gesetzgebers wird das eigentliche Problem der Wohnungsknappheit aber nicht gelöst. Durch Populismus wird von den Notwendigkeiten abgelenkt und der „schwarze Peter“ den Immobilienmaklern zugeschoben.

Da davon auszugehen ist, dass das Bestellerprinzip zu einer besseren Maklerleistungen führen wird, bin ich ein absoluter Befürworter dieser Gesetzesänderung. Ich bin davon überzeugt, dass das Bestellerprinzip viele „schwarze Schafe“ unserer Branche beseitigen hilft. Ich arbeite schon sehr viele Jahre transparent und muss mich deshalb vor der Zukunft nicht fürchten. Ich freue mich sogar darauf.

Hinweis für den anonymen Kommentator: Alle Teile dieser Serie waren schon geschrieben, bevor Ihr erster Brief bei uns eingegangen ist. Mir wäre eine persönliche Diskussion lieber gewesen, denn ich muss mich für meine Meinung nicht verstecken.

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