Es wurde schon lange diskutiert, war wesentlicher Bestandteil des Bundestagswahlkampfes und wird jetzt kommen: Das sogenannte Bestellerprinzip für Maklerleistungen im Vermietungsbereich. Was bedeutet es eigentlich und was wird das für Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben?

Zukünftig soll derjenige für Maklerleistungen bezahlen, der die Leistung bestellt, d. h. den Auftrag erteilt. Grundsätzlich erscheint dies auf den ersten Blick gerecht zu sein, doch ist es das wirklich? In Wohnmetropolen, wie München oder Hamburg, ist es nahezu unmöglich, ansprechenden Wohnraum zu finden, ohne Maklerleistungen zu nutzen. Hier war es bisher so, dass es sich der Eigentümer sehr einfach gemacht hat und die umfangreiche Arbeit der Neuvermietung an Makler übergeben hat, da die Leistungen des Maklers vom Mieter bezahlt wurden. D. h. der Eigentümer hat die Leistung „bestellt“, aber der Mieter hat diese bezahlt. Doch löst das geplante Bestellerprinzip die Grundproblematik? Ich denke nicht, denn ansprechender Wohnraum ist in diesen Regionen nur in sehr stark eingeschränktem Umfang vorhanden. Auch die Einführung des Bestellerprinzips wird an dieser Situation nichts ändern. Es wird auch zukünftig kein einziger Mietinteressent an solchen Standorten leichter an Wohnraum kommen.

Allerdings geht die Politik irriger Weise davon aus, dass zukünftig Umzüge für Mietinteressenten preiswerter werden. Warum dies nicht so kommen wird, erklären wir Ihnen im 2. Teil dieser Serie.

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