In der letzten Ausgabe des Immotipps haben wir die konkreten Auswirkungen für die Schafwiesensiedlung und Heinrichsgrün betrachtet. Doch wie sieht es in den anderen Stadtteilen aus.

In Debschwitz, Untermhaus und Zwötzen waren hauptsächlich Mehrfamilienhäuser und damit Mietwohnungen betroffen. Hier gehe ich davon aus, dass, wenn überhaupt, nur kurzfristig eine Reduzierung der Nachfrage nach Mietwohnungen einsetzen wird, da sich sehr schnell die gute Lage als wichtigeres Argument durchsetzen wird. Sollten die Objekte jetzt nach einem Käufer suchen, wird die Frage einer bestehenden oder neu abschließbaren Elementarversicherung den Kaufpreis in den nächsten Wochen und Monaten beeinflussen.

Die Erfahrungen mit Katastrophen dieser Art, insbesondere mit dem Elbhochwasser 2002, zeigen, dass Nachfrage- und Preisreduzierungen nur kurzfristig eintreten und mittelfristig durch gestiegene Kaufanfragen wieder sehr schnell aufgeholt werden. Es kann deshalb allen Eigentümern in den betroffenen Gebieten nur empfohlen werden, die Entwicklung abzuwarten und vorschnelle Verkäufe zu Dumpingpreisen nicht abzuschließen.

Tipp: Für mich ist und bleibt Heinrichsgrün ein Geheimtipp. Nirgendwo in der Stadt kann man so ruhig und doch stadtnah wohnen wie hier. Wer jetzt ein wenig Mut hat, sollte hier kaufen, wenn es denn überhaupt etwas zu verkaufen gibt.

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