Ich erfuhr vor kurzem von nachfolgendem Sachverhalt: Eine bisher selbst genutztes Einfamilienhaus wurde verkauft, der notarielle Kaufvertrag abgeschlossen. Nach Mitteilung des Notars, dass die Fälligkeitsvoraussetzungen für die Kaufpreiszahlung erfüllt sind, teilte der Käufer mit, er könne den Kaufpreis nicht bezahlen, da die Bank die Finanzierung abgelehnt hätte. Und dies, obwohl noch bei der Beurkundung mehrfach bei dem Erwerber nachgefragt wurde, ob die Zahlung des Kaufpreises sichergestellt sei. Jetzt wird der Kaufvertrag rückabgewickelt und der Verkaufsvorgang geht von vorne los. Der beurkundete Kaufpreis wird jedoch vermutlich nicht mehr erzielt. Muss es so weit kommen? Natürlich nicht.

In meiner langjährigen Berufspraxis ist es mir bisher nie passiert, dass ein Erwerber, der seine Finanzierung selbst besorgt hat, den Kaufpreis nicht bezahlt hat. Warum? Ich verlange immer eine schriftliche Finanzierungsbestätigung von der Bank des Erwerbers bzw. stelle sicher, dass direkt nach Abschluss des Kaufvertrages, die für die Finanzierung notwendige Grundschuldbestellung erfolgt. Durch diese Vorgehensweise wird das Risiko der Nichtzahlung nahezu ausgeschlossen.

Tipp: Wenn Sie sich nicht trauen, den Erwerber nach seiner Finanzierung des Kaufpreises zu fragen, beauftragen Sie doch einen Profi mit der Abwicklung Ihres Vertrages. Ich helfe Ihnen gerne weiter.

pdf Download dieses Tipps als pdf-Datei (161 KB)