Das Instrument des Immobilienverkaufs auf Rentenbasis wird in Deutschland relativ selten genutzt, wird aber immer beliebter. Dabei ist der Grundgedanke, dass der Verkäufer dem Käufer seine Immobilie nicht mit einem festen Einmalpreis, sondern gegen eine monatliche Rente verkauft, in vielen Fällen lukrativ für beide Seiten. Der Verkäufer kann damit seine Rente aufbessern und auf Wunsch weiter in der gewohnten Umgebung bleiben. Für den Käufer entfällt die Finanzierung durch eine Bank und der Kauf wird insgesamt oft günstiger als der Direkterwerb.

In der Praxis werden zwei Varianten unterschieden: Die Vereinbarung einer Zeitrente für einen von vornherein begrenzten Zeitraum oder die Leibrente für die gesamte Lebensdauer des Verkäufers. Verrentbar sind übrigens nicht nur Privatimmobilien, sondern auch Gewerbeobjekte oder komplette Betriebsvermögen, bei der neben der Immobilie auch ein kompletter Geschäftsbetrieb gegen die Zahlung einer Rente veräußert wird.

Möchte man derartige Verträge abschließen, müssen diese schriftlich niedergelegt werden. Eine notarielle Beurkundung des Vertrages ist bei einer Grundstücksübertragung zwingend erforderlich, bei Betriebsübertragungen ohne Immobilien zwar nicht vorgeschrieben, aber dringend zu empfehlen. Das der Vertrag den Gesamtwert des Verkaufsgegenstandes sowie eine Aufschlüsselung zu Grundstücksanteil, Firmenwert, Warenlager und Inventar enthalten sollte, versteht sich fast schon von selbst.

Fortsetzung folgt

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