In der letzten Immotipp-Ausgabe hatten wir über einen ersten Fall berichtet, wie Kollegen die fehlende gesetzliche Regelung zur Höhe der Maklerprovision ausnutzen, um sich erhebliche, finanzielle Vorteile zu verschaffen.

Leider war dieser Fall nur ein Beispiel für die teilweise atemberaubenden Ideen von unseriösen Maklerkollegen. In einem öffentlichen Zwangsversteigerungsverfahren hat ein Kollege beispielsweise von einem seiner Kunden eine Reservierungsvergütung dafür verlangt, dass er das Objekt nicht weiter anbietet. Erschreckender Weise war er weder vom Eigentümer noch vom Gläubiger mit der Vermarktung beauftragt. Weiterhin hat er das Haus zu einem Preis angeboten, der mit der Bank nicht abgestimmt war und somit gar nicht zugeschlagen worden wäre.

Der gleiche Kollege hat Eigentümern einen Anteil an der Maklercourtage des Käufers zugesagt, damit der Kaufvertrag zustande kommt, diesen Betrag aber weder schriftlich zugesagt noch bezahlt.

Die Liste der unseriösen Machenschaften einiger Marktteilnehmer lässt sich (fast) beliebig fortsetzen. Wenn wir von solchen Vorgängen erfahren, lehnen wir eine Zusammenarbeit mit derartigen „Kollegen“ konsequent ab.

Tipp: Die seriösen Maklerkollegen kennen und respektieren sich untereinander. Wenn Sie sich über die Arbeitsweise eines Kollegen im Unklaren sind, fragen Sie einfach mal bei einem anderen nach. Die Antworten sprechen meist Bände.

pdf Download dieses Tipps als pdf-Datei (168 KB)