Marktüblich ist bei der Vermittlung von Grundstückskaufverträgen eine Provisionszahlung in Höhe von maximal 6 % des Kaufpreises. Bei geringeren Immobilienwerten ist es angemessen, eine Mindestvergütung zu verlangen, die in ihrer Höhe zwischen 1.000,-- € und 3.000,-- € schwanken kann. (Alle Angaben zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer).

Grundsätzlich muss sich der Makler bei seinem Vergütungsverlangen nicht zwischen Innenprovision (vom Eigentümer) und Außenprovision (vom Mieter bzw. Käufer) entscheiden. Eine sogenannte „Doppeltätigkeit“ ist in den meisten Fällen möglich. Und genau an dieser Stelle beginnen einige Kollegen unehrlich zu arbeiten, in dem sie Eigentümern und Käufern jeweils vortäuschen, nur von der jeweiligen Seite eine Vergütung zu erhalten, in Wirklichkeit aber zweimal volle Vergütung abkassieren. Vor kurzem haben wir einen Fall zur Kenntnis nehmen müssen, in dem der Makler vom Verkäufer 4 % Courtage verlangt und parallel vom Käufer nochmals 5 % gefordert hat. 9 % bei einem Kaufpreis von über 100.000,-- € erscheint uns jedoch nicht mehr angemessen, sondern bezeichnen wir als Abzocke. Eine Angemessenheit lässt sich für uns in diesem Fall nicht mehr erkennen.

Tipp: Fragen Sie Ihren Makler ganz gezielt nach seinen Vergütungen und lehnen Sie Provisionsverlangen, die die marktüblichen übersteigen, konsequent ab.

Fortsetzung folgt.

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