4. Schnell und richtig kündigen

Eine fristlose Kündigung kann ausgesprochen werden, wenn der Mieter über einen längeren Zeitraum im Zahlungsverzug ist und die rückständigen Beträge sich auf zwei Monatsmieten summieren. Zudem kann dem Mieter fristlos gekündigt werden, wenn er in zwei aufeinander folgenden Monaten mit einem Betrag in Verzug ist, der 1 Monatsmiete übersteigt.

Die außerordentliche fristlose Kündigung sollte immer mit einer ordentlichen Kündigung verbunden werden. Durch Ausgleich des Mietrückstandes wird zwar die fristlose Kündigung unwirksam, nicht aber die ordentliche.

5. Vereinbarung mit dem Mieter

Bei Zahlungsverzug des Mieters ist es oft hilfreich, wenn Mieter und Vermieter zunächst das Gespräch miteinander suchen, um die Fronten nicht unnötig zu verhärten. Durch einvernehmliche Zahlungsvereinbarungen können gerichtliche Verfahren nicht selten umgangen werden. Eine einvernehmliche Regelung ist immer schneller und kostengünstiger als zwangsweise Vollstreckungsmaßnahmen.

6. Urkundenprozess

Wird ein Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzug notwendig, kann eine schnellere Titulierung von offenen Mietforderungen im sogenannten Urkundenprozess erwirkt werden. Der Urkundenprozess ist eine besondere Verfahrensart des Zivilprozesses und dient dazu, dem Kläger ohne eine langwierige Beweisaufnahme einen Vollstreckungstitel zu verschaffen.



Fortsetzung folgt

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