Sind Sie im Zwangsversteigerungstermin Meistbietender geblieben, erhalten Sie im 12. Schritt den Zuschlag, mit dem Sie mit sofortiger Wirkung Eigentümer der Immobilie werden. Den für den Nachweis erforderlichen Zuschlagsbeschluss erhalten Sie im Nachgang durch das zuständige Amtsgericht. Wird der erteilte Zuschlag von einem Beteiligten angefochten und vom Beschwerdegericht rechtskräftig aufgehoben, erfolgt dies rückwirkend, als sei der Zuschlag nie erteilt worden. Warten Sie deshalb die Rechtskräftigkeit des Zuschlagsbeschlusses ab, bevor Sie die Immobilie weiterverkaufen oder bauliche Veränderungen vornehmen.

Mit der Zuschlagserteilung tragen Sie die entstehenden Kosten und Gebühren. Dieses sind die Grunderwerbsteuer, die Zuschlagsgebühr und die Gerichtskosten für die Eintragung des Eigentums ins Grundbuch. Insgesamt fallen die Kosten in der Zwangsversteigerung etwas niedriger aus, als auf dem üblichen Erwerbsweg.

Ca. 4 bis 6 Wochen nach dem Zwangsversteigerungstermin findet im 13. Schritt durch das Amtsgericht ein Verteilungstermin statt. Bis zu diesem Termin muss das Meistgebot abzüglich erbrachter Sicherheitsleistung zuzüglich 4 % p. a. Zinsen seit Zuschlagserteilung an das Gericht geleistet sein, um die Verteilung des Erlöses an die Gläubiger sicherzustellen.

Tipp: Um die Zinspflicht zu vermeiden, können Sie das Meistgebot schon vorher beim Gericht hinterlegen.

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